Wenn die Kamera den Geist aufgibt

30.05.2014 um 13:15 Uhr - von Mark Zanzig

Es war eine ergreifende Feier im Standesamt. Die Rede des Standesbeamten war einfühlsamer als üblich, und auch das Brautpaar wirkte gelöst und natürlich. Die Fotos – ein Traum! Und dann passierte der absolute Alptraum eines jeden Fotografen, das, was ich bisher nur vom Hörensagen kannte, aus Internetforen und von Fachsimpeleien mit Kollegen: Meine Kamera – die gestandene Canon EOS 1D mark IV – gab ihren Geist auf. Ohne erkennbaren Anlaß. Einfach so. Von jetzt auf gleich. Tot. “Fehler 20″ – Canon’s kryptischer Hinweis auf ein mechanisches Problem im Inneren der Kamera. Uff.

Ich konnte zwar ein, zwei Photos machen, aber dann tauchte beharrlich wieder diese Fehlermeldung auf. Sie riet, die Kamera aus- und wieder einzuschalten oder den Akku zu entfernen und erneut einzusetzen. Danke, Canon, für diese tollen Hinweise, aber die Kamera verweigerte trotzdem eine sinnvolle Zusammenarbeit.

Bei vielen Amateuren oder Semiprofis wäre der Auftrag jetzt wohl beendet gewesen – woher soll aus dem Nichts eine neue, funktionierende Kamera kommen? Also hätte es vermutlich eher wortreiche Entschuldigungen gegeben, vorgetragen mit viel Pathos und vielleicht dem Angebot, das Shooting in ein paar Tagen zu wiederholen oder die Rechnung zu kürzen. Für das Hochzeitspaar wäre aber die Freude über den wichtigsten Tag im Leben deutlich geschmälert gewesen – für immer, unwiederbringlich. Die lange Vorbereitung auf die schöne Feier und die Vorfreude auf tolle Fotos – perdu! Das kann man beim besten Willen nicht nachstellen, schon gar nicht die Zeremonie im Standesamt.

Und “mein” Brautpaar? Hat nichts gemerkt! Ehrlich. Ich war zwar für einen kurzen Moment geschockt, aber schnell erkannte ich die völlige Sinnlosigkeit der angezeigten “Tipps” von Canon. Also ging ich einfach zur Fototasche und holte meine Zweitkamera. Ich habe nämlich immer eine zweite, baugleiche “Mühle” dabei, damit ich nahtlos weiterfotografieren kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch diese Kamera den Dienst quittiert, ist extrem gering. Das Brautpaar hatte eine schöne Zeremonie mit anschließender Feier. Und es bekam die bewegenden Fotos, auf die es sich gefreut hatte. Die beiden haben nichts von dem technischen Problem mitbekommen. So soll es sein!

CPS, der professionelle Service von Canon, reparierte dann die Kamera innerhalb von einer Woche (ohne aber aufzuklären, was denn eigentlich los war). Während dieser Woche zog ich mit einer Mietkamera als Zweitkamera los.

Meine Schlußfolgerung: Dass auch teure Profi-Kameras ohne erkennbaren Grund kaputtgehen können, ist ziemlich ernüchternd, aber angesichts dieses Schlüsselerlebnisses (für mich) nicht mehr von der Hand zu weisen. Professionelle Hochzeitsfotografen sollten also immer mit Ersatzkamera anrücken. Und Hochzeitspaare, die sicher sein möchten, dass sie auch wirklich Fotos von ihrer Feier bekommen, sollten vehement auf eine Ersatzkamera bei ihrem Fotografen bestehen. Alles andere wäre schlicht leichtsinnig.

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Petra und Stefan in Schmiechen bei Augsburg

27.08.2012 um 15:30 Uhr - von Mark Zanzig


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Der 18. August 2012 war in Bayern wohl einer der heißesten Tage des Jahres. Der strahlend blaue Himmel grüßte das Brautpaar und die Gäste, und in der Mittagshitze fand die Trauung in der wunderschönen, vollbesetzten Wallfahrtskirche Maria Kappel bei Schmiechen statt. Drinnen hell und dennoch angenehm kühl, draußen wirklich nur im Schatten erträglich. Im wahrsten Sinne „cool“ war auch der Pfarrer, der mit dem Brautpaar scherzte und die Lockerheit hineinbrachte, die selbst dem einen oder anderen deutlich jüngeren Geistlichen abgeht. Hinreißend war das Brautpaar auch beim anschließenden Shooting für die offiziellen Fotos, bei dem wir wirklich schöne Bilder machen konnten. — Liebe Petra, lieber Stefan: Wir wünschen Euch alles Gute und weiterhin viel Glück auf Eurem gemeinsamen Lebensweg!

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Sabrina und Lars in Unterbachern

03.11.2011 um 13:00 Uhr - von Michaela Rehle


Alle Fotos: Michaela Rehle

Dieses hübsche junge Paar heiratete im normalerweise kühlen Oktober, aber wider erwarten hatten wir alle Glück, und es war ein traumhaftes sonniges Wochenende. Bei gerade mal 8 Grad war es möglich, den wärmenden Schal für die Bilder abzulegen. Der immer noch schön blühende Biergarten des Gasthauses Weißenbeck in Unterbachern, unweit von Dachau, bietet viele Fotomotive und ist für eine Hochzeitsfeier wärmstens weiterzuempfehlen. Sie haben einen gemütlichen, lichtdurchfluteten Saal mit Dielenboden und allem Komfort. Euch beiden und Eurem, unter Deinem Herzen heranwachsenden, Kind alles alles Gute!!!

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Paolo und Junghwa in Mailand (Italien)

02.11.2011 um 11:00 Uhr - von Mark Zanzig


Alle Fotos: Mark Zanzig

Die Hochzeit von Paolo und Junghwa war eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Hochzeit, da mit dem Brautpaar auch die italienisch-westliche und die südkoreanisch-asiatische Kultur in einer multi-kulturellen Feier verschmolzen. Beide leben in München; zur Hochzeit hatte das Paar aber nach Mailand eingeladen, Paolo’s Heimatstadt. Dort fand die standesamtliche Trauung im großen Hochzeitssaal des Palazzo Reale statt, gleich neben dem weltberühmten Dom.

Für die gestellten Photos, die wir vor und nach der Trauung machten, standen insgesamt nur knapp 15 Minuten zur Verfügung, was natürlich der Schönheit von Stadt und Brautpaar schwer gerecht werden konnte. Außerdem war es am Palazzo Reale kaum möglich, Bilder ohne die allgegenwärtigen Touristen im Hintergrund zu schießen. Deshalb lag der Schwerpunkt bei dieser Hochzeit ganz bewußt auf dokumentarischen Fotos. Wir hatten alle großen Spaß beim Shooting und bei der Feier, die tief in der Nacht mit einer gigantischen Party in einem der angesagtesten Clubs der Stadt, dem Gattopardo, endete. Liebe Junghwa, lieber Paolo – alles erdenklich Gute für Eure gemeinsame Zukunft!

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